» Wachstumsprobleme

Wachstumsprobleme

Das Wachstum bei Kindern und Jugendlichen wird durch die Ausschüttung von Hormonen gesteuert. Solche Wachstumshormone, die auch als Somatotropin bezeichnet werden, werden von der Hirnanhangdrüse gebildet und in den Blutkreislauf abgegeben. Das erfolgt in erster Linie während der Nacht. Doch Schwankungen des Hormonspiegels sind normal. Nur in seltenen Fällen liegt tatsächlich eine Störung des Hormonhaushaltes vor.

Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

In der Pubertät ist es völlig normal, dass einige Jugendliche in die Höhe schießen, während andere eine Zeit lang in ihrem Wachstum verharren. Diese Jugendlichen holen dann meist später das ausgebliebene Wachstum nach. Eltern sollten bereist im Kindergartenalter ein Auge auf das Wachstum der Kinder haben. Wenn das Kind im 6. und 7. Lebensjahr zu den Kleinsten in der Klasse gehört, dann sollte es von einem Arzt untersucht werden. Aus medizinischer Sicht liegt eine Wachstumsstörung vor, wenn das Kind unterhalb der dritten Perzentile liegt. Alternativ kann jedes halbe Jahr die Wachstumsgeschwindigkeit gemessen werden, um eventuelle Hormonstörungen zu erkennen.

Ursachen und Therapie bei einer Hormonstörung

Es gibt verschiedene Ursachen für eine Wachstumsstörung. In der Medizin wird zwischen einem angeborenen, erworbenen und vorübergehenden Wachstumshormonmangel gesprochen. Der angeborene Mangel kann entweder ohne erkennbare Ursache auftreten, oder durch eine genetische Störung hervorgerufen werden. Im ersten Fall können Veränderungen des Gehirns eine Rolle spielen. Bei den betroffenen Kindern ist die Hirnanhangdrüse oftmals unterentwickelt. Bekämpft wird die Störung mit einer Ersatztherapie. Hierbei werden den Betroffenen über einen bestimmten Zeitraum regelmäßig Wachstumshormone zugeführt. Anschließend setzt das Aufholwachstum ein, wodurch die Kinder innerhalb kurzer Zeit eine normale Körpergröße erreichen. Nebenwirkungen treten nur sehr selten auf. Zu den Nebenwirkungen zählen:

  • Kopfschmerzen und Übelkeit
  • Gelenkbeschwerden und Muskelschmerzen
  • allergische Reaktionen an der Einstichstelle
  • Störungen des Zuckerhaushaltes

Während einer Hormonbehandlung sollte das Wachstum regelmäßig kontrolliert werden. Ein Hormonspezialist führt regelmäßig Röntgenaufnahmen der Hand durch, um das Entwicklungsstadium der Knochen zu kontrollieren. Wachstumshormone dürfen nur zugeführt werden, wenn das Kind unter einer organisch bedingten Wachstumsstörung leidet.

Wachstumsstörungen sind selten

Nur etwa 1 von 4.000 bis 1 von 30.000 Menschen leiden unter einem Hormonmangel. Zwar kann die Erkrankung nicht vorgebeugt werden, da die Ursachen häufig unbekannt sind. Dennoch kann eine gesunde Lebensweise das Risiko einer Hormonstörung verringern. Dazu zählt eine ausgewogenen Ernährung mit allen wichtigen Spurenelementen, wie Zink, Calcium, Jod und Eisen. Auch Stress und psychosoziale Belastungen können zu vorübergehenden Hormonschwankungen führen. Im Falle einer Erkrankung ist es wichtig, eine Ersatztherapie mit Wachstumshormonen zu beginnen. Diese kann die Wachstumsstörung ausgleichen.

Die Europa-Apotheek bietet für betroffene Patienten eine sogenannte Smart-Therapie zum Thema Wachstumshormone an. Im Zuge dessen wird jedem Betroffenen eine individuelle Gesundheitsberatung zur Seite gestellt.

Impressum