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Angehörigen verstorbener Patienten
Wie geht man mit Ihnen um?

Der Tod eines geliebten Menschen lässt uns im Ausnahmezustand zurück. Trauernde haben Probleme bei ihrer Organisation und erleben starke emotionale Ausbrüche. Oft schotten sie sich von ihrer Umwelt ab. Trotzdem sollte man Trauernden beistehen. Sie haben von alleine nicht die Kraft auf andere zuzugehen und offen zu reden, brauchen in dieser Zeit aber Wärme und Zuspruch. Für die meisten Menschen ist es schwer mit trauernden Menschen umzugehen. Was soll man sagen und was besser nicht? Auch wenn ein Sterbefall einem die Worte zu nehmen scheint, kann selbst die kleinste Geste viel Aussagen. Möglichkeit mit einer adäquaten Trauerkarte das eigene Mitgefühl individuell persönlich und aufrichtig auszudrücken.

Im Bereich der Pflege erlebt man den Tod ständig. Dabei kann es belastend sein persönliche Distanz zum Tod des Patienten zu wahren, zugleich jedoch die Trauer der Angehörigen zu erleben, denn viele Patienten suchen sich auch Trost beim Pflegepersonal. Dabei ist es wichtig die Nähe und Distanz zu wahren. Ist man zu distanziert, bekommt der Betreffende das Gefühl, es sei nicht angemessen zu trauern. Steigert man sich jedoch in den Tod der Patienten hinein, führt das zu einer Dauerhaften Belastung, sowohl Zuhause als auch am Arbeitsplatz. Zudem

Wichtig ist es den Angehörigen nicht die Trauer nehmen zu wollen. Sätze wie ?Es wird alles gut.?, lassen Angehörige darauf schließen, dass der Tod des geliebten Menschen unwichtig sei. Jeder Mensch muss die Gefühle der Trauer erleben um sie irgendwann zu überwinden. Das Verdrängen der Trauer führt lediglich an einem späteren Zeitpunkt zu einem noch heftigeren emotionalen Ausbruch.

Wichtiger als das Reden ist das Zuhören. Verspürt ein Angehöriger das Verlangen über seine Trauer zu sprechen oder möchte wohlmöglich einige Geschichten über die verstorbene Person zu erzählen, reicht es aus wenn jemand zuhört. Oft hilft es ihnen hochkommende Gefühle einfach nur auszusprechen. Es ist nicht notwendig eine ausführliche Antwort zu geben, wenn man signalisiert, dass sie gehört werden. Wenn man ein stark unbehagliches Gefühl verspürt, bei dem man nicht weiß wie man der Person helfen kann und welche Worte wohlmöglich helfen könnten, sollte man dieses Gefühl einfach hinnehmen. Plötzliches Verabschieden lässt die Angehörigen mit ihren überwältigenden Gefühlen zurück. Zudem denken sie ihre Trauer sei eine Belastung.

Um für Angehörige da zu sein, braucht man als Pfleger oder auch als Freund oder Bekannter keine spezielle Ausbildung. Selbst wenn es unangenehm erscheint, wenn ein Mitmensch über seine Trauer sprechen möchte, ist Zuhören das Wichtigste. Wenn jemand dagegen nicht reden möchte, hilft man auch wenn man gemeinsam schweigt.

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